Problemstellung:
Die im Projekt
KorServ betrachtete Branche des Maschinen- und Anlagenbaus ist
gekennzeichnet durch eine zunehmende Angleichung der
Produktqualität bei gleichzeitig zunehmendem Preisdruck. Viele
Unternehmen versuchen durch die Zugabe von kostenlosen Dienstleistungen
dieser Entwicklung zu begegnen und erkaufen eine Differenzierung
dadurch teuer. Dabei können die Unternehmen durch das Angebot von
Produkt-Dienstleistungs-Kombinationen den Kunden individuelle
Lösungen bieten, die für diese einen deutlichen Mehrwert bzw.
Nutzen darstellen. Solche sog. hybriden Produkte ermöglichen es
den Unternehmen, sich dem reinen Preiswettbewerb zu entziehen.
Voraussetzung dafür ist, dass sich der generierte Nutzen für
die Kunden auch in höhere Erlöse umwandeln lässt. D. h.
es müssen am Kundennutzen ausgerichtete Vermarktungs- und
Preismodelle entwickelt werden, um den Erfolg dieser Strategie zu
gewährleisten
Zielsetzung:
Übergeordnetes Ziel des Verbundprojekts
KorServ ist es daher, dem steigenden Druck auf den Märkten durch
eine systematische, am Kundennutzen ausgerichtete Entwicklung,
Bewertung und Vermarktung von Leistungsbündeln zu begegnen. Das
Forschungsvorhaben adressiert die drei zentralen Bausteine der
Umsetzung einer solchen „hybriden Produkt-Strategie“:
Entwicklung, Bewertung und Steuerung sowie Vermarktung von hybriden
Produkten.
Es wird ein Konzept entwickelt, das es den Unternehmen ermöglichen
soll, bei der Entwicklung Produkte und Dienstleistungen integriert zu
betrachten und die Nutzenwirkungen, die sich aus dieser Kombination
ergeben, frühzeitig zu analysieren. Diese Nutzenwirkungen werden
quantifiziert und bilden die Grundlage für die Preisfindung und
die Vermarktung der hybriden Produkte.
Gleichzeitig soll frühzeitig ein proaktives Kostenmanagement
eingeführt werden, dass bereits in den frühen Phasen der
Leistungsbündelentwicklung Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
ermöglichen soll.

Vorgehen:
Bereits während der Projektlaufzeit
erfolgt eine praktische Erprobung und Umsetzung des zu entwickelnden
Konzepts bei den beteiligten Industriepartnern. Auf diese Weise
können in enger Zusammenarbeit zwischen den anwendenden
Unternehmen und den Instituten die gewonnenen Praxiserfahrungen bei der
Weiterentwicklung des Konzepts berücksichtigt werden.
